1914 baute die Waggonfabrik Werdau für die Klingenthaler Meterspurstrecke sieben vierachsige gedeckte Güterwagen der sächsischen Gattung 908, die vorrangig dem Stückgutverkehr dienten.

Auffällige äußere Merkmale waren die an einer Stirnseite befindliche Bremserbühne und das im Gegensatz zu den 750-mm-Wagen stark gewölbte Tonnendach. Drehgestelle, Sprengwerk und Türen zeigten aber wiederum die Parallelen zu den sächsischen 750-mm-Wagen. Der Drehzapfenabstand lag bei 5,50 m und die Länge über Puffer betrug 9,41 m. Das Eigengewicht des Wagens betrug 8,38 t

Alle Wagen kamen zur DR, doch nur drei waren zur Betriebseinstellung im Jahre 1964 noch vorhanden. Allein der Kasten des Wagens 99-41-01 blieb bis heute erhalten. Er stand zuletzt am Gelände des Bahnhofs Klingenthal und wurde am 01.01.2008 von seinem letzten Nutzer in die Hände der IG Wagen übergeben. Zunächst war beabsichtigt, den GGw-Kasten in das Sächsische Schmalspurbahn-Museum in Radebeul Ost zu integrieren, ließ sich nach einigen organisatorischen Veränderungen nicht umsetzen. So fand er, durch Spenden unterstützt, 2020 seinen Weg zur ISEG, welche ihn für die verkersgeschichtliche Schauanlage in Meißen vorsah.

Von der ISEG konnten 2022 passende Drehgestelle erworben werden, sodass sich das Fahrzeug nach seiner Restaurierung künftig vollständig zeigen kann.

99-41-01 auf einem Transportwagen für Schmalspurfahrzeuge (Sammlung Bethke)
99-41-01 auf einem Transportwagen für Schmalspurfahrzeuge (Sammlung Bethke)