Der Großteil der bei der Meißner Straßenbahn insgesamt eingesetzten 59 Rollböcke stammten aus der Aktiengesellschaft für Fabrikation von Eisenbahnmaterial zu Görlitz. Da sie alle 1968 verschrottet wurden, lag es nahe, für die geplante Schauanlage zur Dokumentation eines Güterzugensembles zwei bauartgleiche Rollböcke zu beschaffen. Somit erwarb die Stadt Meißen 2019 ein Paar von der Traditionsbahn Radebeul e.V. Sie stammten zuvor von den Harzer Schmalspurbahnen und wurden 1909 bzw. 1916 in Görlitz für die damalige Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn hergestellt – also im gleichen Zeitraum, in dem auch Meißen seine Rollböcke beim gleichen Hersteller in gleicher Konstruktion erwarb, welche nun die ISEG mit betreut. So erhielten sie bereits einen neuen Anstrich und tragen den O-Wagens „Halle“, der dafür von der Windbergbahn ausgeliehen wurde.

