Anfang des Jahres wurde über Kleinanzeigen ein gedeckter Güterwagenkasten angeboten, dieser entstammt der Bauserie lfd. Nr. 349 der K.Sächs.Sts.E.b. Gebaut in den eigenen Werkstätten wurde er Dienst gestellt wurde er 1874 mit der Nummer 3927, später wurde er in die Nummer 16594 umgenummert.

Der Wunsch zur Bergung wurde durch einen kleinen Freundeskreis über Georg Richter (Quack & Salber) an die Arbeitsgruppe Neustadt herangetragen. Zur Unterstützung wurde durch diesen eine kleine Whatsapp-Gruppe gegründet, die im weiteren Verlauf einen erheblichen Anteil zur Finanzierung des Vorhabens beitrug. Somit war schnell absehbar, daß keine oder nur geringe eigene Mittel durch die ISEG aufzuwänden wären. Darüber hinaus ist der Wagenkasten zunächst auch in der Rolle Lagerraum, die er zuvor in Sehma und Cranzahl innehatte, für die ISEG in Neustadt (Sachs) relevant.

Ein erster Besuch zur Erkundung des Zustandes und zur Verhandlung mit den bisherigen Eigentümern fand bereits im April statt. Dabei stellte sich insbesondere die Bergung als potentiell grosse Herausforderung dar, da kaum Platz in der Zuwegung vorhanden war und der Kasten zudem über eine befahrene Strecke zu heben war.

Für das Vorhaben konnte jedoch rasch die Firma Orgatec aus Schwarzenberg gewonnen werden, die sich wiederum die Firma Car-Lack, ebenfalls aus Schwarzenberg zur Unterstützung holte. Auch die Erzgebirgsbahn unterstützte uns, da sie für die Bergung in einer bereits für Juli geplanten Betriebspause die Genehmigung erteilte.


Im Juni wurden dann in Neustadt zwei Fundamentstreifen vorbereitet und die Zuwegung durch Verlegung weiterer Fahrbahnplatten verbessert. Endlich ist nun auch der Lokschuppen wieder ebenerdig zugänglich.

Anfang Juli konnte der Wagenkasten schliesslich (bei sehr feuchter Witterung) von Andreas D. und Axel Trendelenburg vorereitet werden. Dazu wurde das Spitzdach, das den Kasten lange geschützt hatte, abgebaut und stattdessen ein flaches Dach mit Planeneindeckung aufgesetzt, um die zulässige Breite und Höhe beim Transport sowie den Witterungsschutz zu gewährleisten.


Am 22. Juli konnte schliesslich die Bergung erfolgen. Diese lief zunächst alles andere als Reibungslos, liess uns doch nach dem Aufbau zunächst der Kran im Stich. Nach gut 2 Stunden wurde jedoch der Fehler gefunden und konnte ausreichend repariert werden, schliesslich gelang nach Einsetzen der Dunkelheit die Bergung doch noch. Besonderer Dank gilt dafür neben dem tollen Team auch der Erzgebirgsbahn, die eine Überschreitung des vereinbarten Zeitfensters duldete. Der Wagen gelangte anschliessend noch nach Schwarzenberg, wo die Beteiligten Mitarbeiter der Firmen nächtigten.



Am späten Vormittag des 23. Juni kam der Wagen dann nach Neustadt und fand seinen Platz auf den Fundamenten, in den folgenden Tagen wurde er für seine weitere Nutzung eingerichtet und mit Vorbereitungen für weitere Maßnahmen begonnen.

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